Die Mezzosopranistin Sofia Vinnik ist seit Herbst 2024 Ensemblemitglied der Oper Graz und hatte dort in der ersten Spielzeit als Dorabella in Mozarts Cosi fan tutte und als Hermia in Brittens A Midsummer Night’s Dream großen Erfolg. Als Gast kehrte sie in der Rolle der Mercedès in Bizets Carmen an die Volksoper zurück.
In der laufenden Spielzeit gibt sie in Graz u.a. Rollendebüts als Idamante (Idomeneo), Phébé (Castor und Pollux von J.-Ph. Rameau) und als Oktavian (Der Rosenkavalier).
Als Mitglied der Wiener Volksoper von 2022-2024 sang sie Partien wie Cherubino in „Le nozze di Figaro“, als Angelina in „La Cenerentola“ und als Prinz Orlofsky in „Die Fledermaus“. 2024 wurde außerdem die CD „Legends of the Saints“ beim Aparte Label veröffentlicht, in der sie, gemeinsam mit Thomas Hampson, bisher unbekannte Werke von F. Liszt, unter der musikalischen Leitung von Martin Haselböck, interpretiert.
Im Rahmen ihrer Konzerttätigkeit gab Vinnik 2023 ihr Debüt im Großen Saal des Wiener Musikvereins als Mezzosopran im Verdi Requiem unter der musikalischen Leitung von Michal Juraszek. Weitere Konzerte führten sie in den Boulez Saal Berlin, in das Haus für Mozart in Salzburg, sowie in die Philharmonie Gasteig in München.
2022 war sie Teil des Young Singers Projects bei den Salzburger Festspielen und trat dort als Titelrolle in S. J. Hankes Kinderoper „Der Teufel mit den drei goldenen Haaren“ und als Blumenmädchen in R. Wagners „Parsifal“ mit den Wiener Philharmonikern unter Daniel Barenboim auf.
Von 2020-22 war sie Mitglied des Jungen Ensembles (JET) des Theaters an der Wien und spielte dort unter anderem die Rollen der Asteria in „Bajazet“ Rosina in „Il Barbiere di Siviglia“, Orphée in „Orphée et Euridice“ und Donna Elvira in „Don Giovanni“ in der Kammeroper. Am Theater an der Wien war sie als Afra in Catalanis „La Wally“ sowie als Albine und Myrtale in Massenets „Thaïs“ zu erleben.
Die Sängerin hat auch ein besonderes Interesse am Liedgesang. Im Jahr 2020 vertiefte sie ihre Arbeit als Liedsängerin mit einem Stipendium der Liedakademie des Musikfestivals Heidelberger Frühling unter der künstlerischen Leitung von Thomas Hampson. Sie ist regelmäßiger Gast beim Schumannfest Bonn und trat im Rahmen eines Benefizkonzerts für die Ukraine beim Festival auf.
Sofia Vinnik war Finalistin des Internationalen Cesti Wettbewerbs für Barockoper 2018 in Innsbruck und gewann im selben Jahr den Juniorförderpreis der LOTTO-Stiftung beim Bundeswettbewerb Gesang in Berlin.
Sie absolvierte ihr Gesangsstudium am Salzburger Mozarteum bei Christoph Strehl sowie bei KS Edith Lienbacher und Florian Boesch an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien. Wichtige musikalische Impulse erhielt sie von Malcolm Martineau, Lisette Oropesa sowie Silvana und Cecilia Bartoli.
09/2025