Ukraine–Russland, Taiwan–China, Israel, Iran, USA u.v.a.: Immer mehr Länder finden sich auf der Liste von politisch denkenden Kommentatoren, Journalisten und Künstlern, die zum Boykott, zur Demonstration oder zumindest zur politischen Äußerung aufrufen. Im Sport tritt angesichts der bevorstehenden Fußball-WM in den USA, Mexico und Kanada dieselbe Diskussion auch wieder in den Vordergrund.
Künstler (wie alle anderen Menschen), die sich politisch positionieren, sind zwangsläufig mit Reaktionen auf ihre Haltung konfrontiert. Wie schon so oft in der Geschichte stellen wir uns die Frage: Muss oder darf man den Künstler von seinem Werk trennen? Soll (und kann) Kunst und Sport das sein, was Menschen über politische Differenzen hinweghilft? Und wer ist die Instanz, die diese Entscheidung trifft?
Ein Thema, auf das ich keine allgemeingültige Antwort finde; nur den Wunsch, dass jeder einzelne versuchen möge, so viel und so objektive Information wie möglich zu sammeln, bevor er seine eigene Entscheidung trifft, die er vor seinem eigenen Gewissen, seinem eigenen Wertekompass rechtfertigen kann!
