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Fabrice di Falco, Countertenor

Der in Martinique, Frankreich, als Sohn eines italienischen Vaters geborene Fabrice di Falco verließ nach Abschluss des Gymnasiums im Oktober 1994 seine Heimat und begann sein Studium an der Staatlichen Musikhochschule von Boulogne-Billancourt in der Klasse von Liliane Mazeron. Im Juni 1999 schloss er dort sein Studium mit dem 1. Preis ab.

Im Jahr 2000 übernahm Rachel Yakar seine weitere Ausbildung und lud ihn ein, an einer von dem bekannten Barockspezialisten Gérard Lesne geleiteten Meisterklasse für Interpretation von Barockmusik und am Seminario Musicale in der Abbaye de Royaumont teilzunehmen.

Seine ersten Opernrollen verkörperte Fabrice die Falco unter Dirigenten wie Patrick Bismuth, Alfred Herzog, Laure Morabito, in Opern von Haendel ("Sémélé", "Julius Caesar") und Monteverdi ("Die Krönung der Poppea").
Unter der Leitung von Jean-Claude Malgoire und der Regie von Frédéric Fisbach sang Fabrice di Falco 2003, im Rahmen des Atelier Lyrique de Tourcoing, die Rolle des Narciso in der Oper "Agrippina" von Händel (mit Véronique Gens, Philippe Jaroussky, Lawrence Zazzo) u.a. im Théâtre des Champs Elysées, im Theater von Tourcoing, in der Oper Rennes und in Wiesbaden (Deutschland).

Auf dem Gebiet der modernen Musik folgte Fabrice di Falco 2002 der Einladung von Peter Ruzicka, im Rahmen der 8. Münchner Biennale und des ZKM Karlsruhe eine der Hauptrollen der zeitgenössischen Oper "Heptameron" von Gerhard Winkler zu übernehmen.

Fabrice di Falco singt bei verschiedenen Festivals in Frankreich und im Ausland, u.a. dem Festival Présences Multiphonies de Radio France, dem Festival de Royaumont, dem Festival Nord Bourgogne, dem Festival du Comminges, beim Young Euro Classics im Konzerthaus Berlin, dem Festival zur 300-Jahr-Feier der Stadt St. Petersburg, Russland, in Japan, in England, in Italien, in Österreich, auf den Antillen, in Tunesien und im Sénégal. Er wurde auch eingeladen, für die Königin von Dänemark im Palais de Fredensborg  zu singen und für den Sultan Qaboos bin Saïd, Oman, ein von Russel Keable dirigiertes Mozartprogramm mit den Omanischen Sinfonieorchester zu Ehren des Kastraten Farinelli zu präsentieren.
 
Im Januar 2004 verkörperte Fabrice di Falco an der Oper Lyon mit großem Erfolg die Rollen des Vicaire Général Samba Graham Diouf und der Ermordeten Frau in "Les Nègres" , einer Oper von Michael Lévinas nach dem Stück von Jean Genet. Regie führte Stanislas Nordey. Die gleiche Produktion wurde im April 2004 im Grand Théâtre de Genève unter der Leitung von Bernard Kontarsky gezeigt.
 
Nach dem großen Erfolg der Oper "Piranhas" von Florence Baschet in Annecy und Grenoble, wurde die Produktion mit dem Saxophonquartett "Habanera", der Sopranistin Roula Safar und Fabrice di Falco im April 2005 unter der Leitung von Mark Foster in Paris wieder aufgenommen.
 
Als Cover von Axel Köhler studierte er am Teatro Real in Madrid im Dezember 2004 die Rolle des Adschib in "L'Upupa' von Henze ein, die er im Juni 2005 mit großem Erfolg an der Oper Lyon unter Gérard Korsten sang. Im Oktober 2007 interpretierte er den Adschib dann auch in der Suntory Hall Tokyo mit dem Tokyo Symphony Orchestra unter Norichika Iimori.

Im Juni 2006 gab Fabrice di Falco sein Debüt als Oberon in Brittens "Sommernachtstraum" am Teatro Colon in Buenos Aires. 2008 sang er den Oberon auch an der Opéra de Nice unter der Leitung von Arthur Fagen. 2009 hatte er mit der Opera Buffa "Les quatre Jumelles de Campo" von Régis Campo unter Laurent Cuniot in Paris, an der Opéra de Massy und an der Opéra de Rouen einen Riesenerfolg bei Kritik und Publikum.

Mit einem Arien-Programm mit Werken von Purcell, Gluck, Haendel und Mozart feierte er im September 2009 einen großen Erfolg mit dem Kuopio Symphony Orchestra in Finnland unter Stabführung von Grant Llewellyn.
 
Seine Arbeit mit berühmten Regisseuren wie Dieter Dorn, Paul Émile Fourny, Jean-Christophe Sais, Marcello Lombardero erlauben ihm, seine Rollen nicht nur musikalisch, sondern auch schauspielerisch auf hohem Niveau zu präsentieren.