Der österreichische Bassbariton Thomas Tatzl debütiert im Sommer 2012 bei den Salzburger Festspielen als Papageno in Peter von Winters „Das Labyrinth“ unter Ivor Bolton (Regie: Alexandra Liedtke).
In der Saison 2011/12 ist Thomas Tatzl an seinem Stammhaus, dem Opernhaus Zürich, in Puccinis „La Fanciulla del West“ als Happy (Carlo Rizzi | David Pountney), in der Uraufführung von Anno Schreiers „Die Stadt der Blinden“ als Taxifahrer (Zsolt Hamar | Stephan Mueller), in der Neuproduktion von Pfitzners „Palestrina“ (Ingo Metzmacher | Jens-Daniel Herzog) sowie in der Wiederaufnahme von Verdis „Un Ballo in Maschera“ abermals als Cristiano (Nello Santi | David Pountney) und als Papageno in „Die Zauberflöte“ für Kinder zu sehen.
Im Sommer 2011 hatte er in der Titelpartie in Mozarts „Le Nozze di Figaro“ beim Festival operklosterneuburg (Vinzenz Praxmarer | Matthias von Stegmann) großen Erfolg.
2009 wurde Thomas Tatzl als Mitglied des Opernstudios des Zürcher Opernhauses engagiert, bereits 2010/2011 als festes Ensemblemitglied an die Zürcher Oper. ubernommen.
In der Spielzeit 2008/2009 wurde er von Eva Wagner-Pasquier für Haydns "L´Infedelta Delusa" als Nanni für eine Tourneeproduktion der Académie européenne de musique des Festivals d’Aix-en-Provence engagiert. Im Rahmen dieser Tournee hatte er Auftritte u.a. an der Oper von Monte Carlo, in Besançon, Lille, Bilbao, Valladolid, Luxembourg und beim Musikfest Bremen. 2008 war der Bassbariton in Detlev Glanerts Oper „Scherz, Satire, Ironie und Tiefere Bedeutung“ als Mordax im Wiener Semper-Depot zu sehen (Produktion der Neuen Oper Wien), beim österreichischen Sommerfestival operklosterneuburg sang er 2008 den Masetto in Mozarts „Don Giovanni“,
Im Rahmen einer Produktion der Musikuniversität Wien sang Tatzl Mozarts Figaro, weiters Kenteterion in R. Strauss „Des Esels Schatten“ im Brucknerhaus Linz und Papageno im Wiener Jugendstiltheater (Andrés Orozco-Estrada). Zudem war er in der Wiederaufnahme der Kinderoper „Das Traumfresserchen“ in der Kinderoper der Wiener Staatsoper als 3. Arzt und 3. Bürger zu hören, 2006 sang er den 5. Juden in R. Strauss „Salome“ im Bregenzer Festspielhaus.
Daneben konnte er sich bereits ein großes Konzertrepertoire aneignen. Unter anderem führen ihn Konzerte mit Joseph Haydns „Die Schöpfung“ nach Norwegen, J. S. Bachs „Johannespassion“ (Christus) und Beethovens 9. Sinfonie nach Milano, in der Berliner Philharmonie singt er Louis Spohrs „Die letzten Dinge“, in Graz Bachs „Weihnachtsoratorium“ und „Magnificat“, „Messias“ von G.F.Händel, Mozarts „Requiem“ und die Basspartie in Mendelssohns „Elias“.
Zusätzlich kann Tatzl auch auf ein breites Liedrepertoire verweisen. Beim Menuhin Festival in Gstaad 2012 präsentiert er einen Liederabend mit Werken von Schubert, Brahms und Williams. 2013 ist er mit einem Liederabend zu Gast beim Schleswig-Holstein Musikfestival.
Geboren in der Steiermark, erhielt Thomas Tatzl Gesangsunterricht bei Sigrid Rennert an der Musikschule Bruck an der Mur und begann anschließend sein Gesangsstudium an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Graz. Danach wechselte er an die Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien, wo er bei Karlheinz Hanser und KS Robert Holl studierte. 2010 schloss er sein Lied- und Opernstudium mit ausgezeichnetem Erfolg ab.
Zusätzlich absolvierte er Meisterkurse bei KS Thomas Quasthoff, Helena Lazarska und Tom Krause.
Er war Finalist und Preisträger folgender Gesangswettbewerbe: "Concours Ernst Haefliger" in Gstaad/Schweiz (2010), „Richard Tauber-Wettbewerb" in London (2010), „Concorso di cantanti lirici“ in Spoleto/Italien (2009), „Zadek-Gesangswettbewerb“ (2009) in Wien, „Heinrich Strecker-Wettbewerb“(2007) in Baden bei Wien und internationaler Nachwuchs-Gesangswettbewerb „Klassik-Mania“(2004) und war außerdem Stipendiat der Hildegard-Zadek-Stiftung (2008).