Sébastien Soulès, Bariton
Sébastien Soulès wurde in Orléans (Frankreich) geboren. Parallel zu einem Mathematikstudium absolvierte er sein Musikstudium am Konservatorium seiner Heimatstadt. Darauf folgte ein Diplom am Konservatorium in Montreuil, ein Studium am Conservatoire National Supérieur de Musique de Paris bei Prof. Franz Petri, sowie ein Studium an der Hochschule der Künste in Berlin bei Prof. Harald Stamm. Meisterkurse bei Walter Berry, Dietrich Fischer-Dieskau, Brigitte Fassbaender und Jose van Dam.
2001 gewann er einen.Preis beim Willi-Domgraf-Fassbaender-Wettbewerb in München. 2002 folgte sein Debüt als Graf Eberbach in Lortzings "Wildschütz" in Hof und als Escamillo in "Carmen" am Tiroler Landestheater.
Neben Auftritten als Lied- und Oratoriensänger ist er seit der Spielzeit 2003/04 im Ensemble des Tiroler Landestheaters Innsbruck, wo er u.a. als Belcore ("Liebestrank"), Sharpless ("Butterfly"), Figaro, Jochanaan („Salome“), Don Giovanni, Kaspar („Der Freischütz“), Don Alfonso („Così fan tutte“), Golaud („Pelléas et Mélisande“), Musiklehrer („Ariadne auf Naxos“), Scarpia ("Tosca") sowie als Alberich („Das Rheingold“) und als Wozzeck zu hören war.
Weitere Produktionen führten ihn nach England (Bath, Norwich, Buxton Festspiele) sowie nach La-Chaux-de-Fonds (Schweiz).
Zwischen 2007 und 2012 gastierte er als
Angelotti bei den
Bregenzer Festspielen. Im neuen James Bond Film „Ein Quantum Trost” singt und verkörpert er die Rolle des
Scarpia. sang die 4 Bösewichter in "Les Contes de Hoffmann" am Landestheater Linz und die Titelrolle in "Don Giovanni" am Nationaltheater Zagreb. Großen Erfolg hatte er wieder als Don Giovanni und als Marcello ("La Bohème") am Opernhaus Halle, sowie als Albert in Massenets „Werther“ am Theater Koblenz. Bei den Internationalen Maifestspielen in Wiesbaden sang er am Hessischen Staatstheater Wiesbaden den Humbert Humbert in der Uraufführung von Shchedrins „Lolita“ unter Marc Piollet in der Regie von Konstanze Lauterbach. Als Figaro („Nozze di Figaro“) war er kurz darauf bei den Open-Air Opernfestspielen in Klosterneuburg (Österreich) zu hören.
Nach der Titelrolle in Friedrich Cerhas „Baal“ in einer Produktion der Neuen Oper Wien und Konzerten mit einer Auswahl von Lieder aus Mahlers „Des Knaben Wunderhorn“ mit dem Orchestra di Padova e del Veneto sang Soulès im Frühjahr 2012 den Marco („Gianni Schicchi“) an der Volksoper Wien, sowie den Escamillo bei einer Tournee durch Frankreich, bei der die französische TV-Präsentatorin Eve Ruggieri die „Carmen“ erzählte. Als Baron Scarpia in "Tosca" war er im Sommer 2012 in einer Produktion des Landestheaters Niederbayern zu erleben.
Seit 2012/13 hat Sébastien Soulès Residenzverträge an der Volksoper Wien, wo er u.a. den Figaro (Die Hochzeit des Figaro) singt. 2013 gab er auch sein Debüt in der Titelrolle des „Fliegende Holländers“ am Theater f.ür Niedersachsen. Er sang eine der Hauptrollen in der Uraufführung von Franz Zogelmanns neuer Oper „Join“ im Rahmen der Wiener Festwochen und wird demnächst als Popolani in Offenbachs „Barbe-Bleue“ unter Nikolaus Harnoncourt bei der Styriarte Graz zu erleben sein.
Auch in der kommenden Spielzeit wird Soulès u.a. als Figaro an die Volksoper Wien, sowie als Holländer an das Theater für Niedersachsen zurückkehren. Im Brucknerhaus Linz wird er in Schrekers "Die Schatzgräber" zu hören sein.