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© Marco Borggreve

Alexander Melnikov, Klavier und Hammerklavier
 
Alexander Melnikov gilt als einer der besten russischen Pianisten seiner Generation. 1973 in Moskau geboren, begann er seine musikalische Ausbildung im Alter von sechs Jahren an der Zentralen Musikschule Moskau und setzte sie am Tschaikowsky-Konservatorium fort, wo er sie 1997 bei Professor Lev Naumov abschloss. Seine weiteren Studien führten ihn nach München zu Elisso Wirssaladze und zur Fondazione per il Pianoforte am Comer See, wo er u. a. von Andreas Staier und Carl-Ulrich Schnabel unterrichtet wurde. Noch während seiner Schulzeit nahm er erfolgreich an mehreren internationalen Klavierwettbewerben teil und war u.a. Preisträger des Schumann-Wettbewerbs in Zwickau 1989 und des Concours Reine Elisabeth in Brüssel 1991. Bald danach begann seine internationale Karriere.

Alexander Melnikov arbeitet zusammen mit Orchestern wie dem Russischen Nationalorchester und dem Tokyo Philharmonic Orchestra unter Mikhail Pletnev, dem Leipziger Gewandhausorchester und dem Philadelphia Orchestra unter Charles Dutoit, den Rotterdamer Philharmonikern unter Valery Gergiev, den St. Petersburger Philharmonikern unter Yuri Temirkanov, den Moscow Soloists unter Yuri Bashmet, dem Royal Concertgebouw Orchestra, dem NHK Symphony Orchestra, dem BBC Symphony Orchestra und dem BBC Philharmonic Orchestra.
Des Weiteren spielt er auch Hammerklavier und konzertiert regelmäßig mit Concerto Köln und auch mit Philippe Herreweghe.

Seine Soloprogramme führen Melnikov regelmäßig in die großen Konzertsäle der Welt wie dem Concertgebouw, der Santory Hall, der Alten Oper Frankfurt, Queen Elisabeth und Théâtre Musical de Paris Le Chatelet. Eine große künstlerische Nähe verbindet Melnikov mit dem verstorbenen Sviatoslav Richter, der ihn regelmäßig zu Festivals in Moskau (December Nights) sowie zu seinem Kammermusikfestival von La Grange du Meslay im französischen Tours einlud.

Auch Kammermusik spielt eine wichtige Rolle im musikalischen Schaffen Alexander Melnikovs. Zwischen 1993 und 2003 arbeitete er intensiv mit Vadim Repin und spielt gegenwärtig äußerst erfolgreich im Duo mit Isabelle Faust. Zu seinen Partnern gehören außerdem Natalia Gutman, Yuri Bashmet, Alexander Rudin, Pieter Wispelwey und Jean-Guihen Queyras. Im Klavier-Duo tritt er regelmäßig mit Andreas Staier, Boris Berezovsky und Alexei Lubimov auf.

Von 2000 bis 2002 war Melnikov “BBC New Generation Artist” und spielt bis heute regelmäßig auf BBC 3 in Soloprogrammen, Kammerorchestern und mit den BBC Orchestras, mit denen er auch bereits wiederholt Aufnahmen eingespielt hat.

Alexander Melnikov ist bei Harmonia Mundi unter Vertrag und hat dort bereits mehrere Aufnahmen veröffentlicht, darunter Werke für Solo-Piano von Brahms, Rachmaninow und Scriabin sowie Kammermusikwerke mit Isabelle Faust, Jean-Guihen Queyras und Teunis van der Zwart. Die jüngsten Veröffentlichungen sind unter anderem eine Aufnahme aller Präludien und Klavierfugen von Schostakowitsch sowie eine Aufnahme aller Beethoven Sonaten für Violine und Klavier (zusammen mit Isabelle Faust).

Seit 2002 lehrt Alexander Melnikov außerdem als Gastprofessor am Royal Northern College of Music in Manchester und ist ein begabter Freizeit-Pilot.